Wirtschaft : Zusammenarbeit im Wertpapiergeschäft mit Sakura Position in Japan vereinbart

gja/ga

Die Deutsche Bank hat mit der japanischen Sakura Bank eine Zusammenarbeit im Wertpapiergeschäft vereinbart und verdichtet damit ihr Netz internationaler Partnerschaften. Beide Institute teilten am Donnerstag mit, die Deutsche Securities, Filiale Tokio, und die Sakura-Tochter Sakura Securities hätten eine Absichtserklärung unterzeichnet, nach der voraussichtlich bereits von Oktober an beide Häuser festverzinsliche Wertpapiere und Kapitalmarktprodukte gemeinsam vermarkten werden. Kooperieren wollen die Banken sowohl bei Emissionen japanischer Kunden im In- und Ausland als auch bei Emissionen nicht-japanischer Unternehmen in Japan. Es handele sich um eine reine Vertriebsvereinbarung, betonte ein Deutsche-Bank-Sprecher. Eine Beteiligung an Sakura sei nicht vorgesehen, ein Ausbau der Kooperation zwar nicht ausgeschlossen, derzeit aber nicht geplant.

Durch die Vereinbarung will die Deutsche Bank nach den Worten ihres Vorstandssprechers Rolf-E. Breuer "einem großen japanischen Kundenstamm unsere Renten- und Kapitalmarktprodukte anbieten". Die Kooperation wird bei Deutschlands größtem Kreditinstitut als weiterer Schritt gesehen, sein Vertriebspotenzial auf dem viel versprechenden japanischen Markt auszubauen. Bisher arbeitet die Deutsche Bank dort bereits im Asset Management mit Nippon Life und Kokosai Securities zusammen.

Für die Sakura Bank erklärte deren Präsident Akishige Okada zur Übereinkunft mit der Deutschen Bank, sie ermögliche es seinem Haus, seinen Kunden zusätzlich die Leistungen des deutschen Partners bei Emissionen von Rentenpapieren und Aktien sowie dessen globales Vertriebsnetz zu bieten. Die Sakura Bank ist Japans älteste Geschäftsbank und das zentrale Finanzinstitut der Mitsui-Gruppe, zu der Unternehmen wie die Toyota Motor Corp. und die Toshiba Corp. gehören, die beide auch Hauptaktionäre der Bank sind. Größter einzelner Aktionär der Bank ist Japans führende Lebensversicherungsgesellschaft Nippon Life Insurance. Nippon Life ist daneben bereits seit längerem Geschäftspartner der Deutsche Bank, an der eine Beteiligung von 0,5 Prozent gehalten wird. Größter nicht-japanischer Aktionär der Sakura Bank ist die Chase Manhattan Bank (London). Sakura gehört mit landesweit 469 Niederlassungen und 15 Millionen Privatkundenkonten zu den führenden Geschäftsbanken des Landes. Die Bilanzsumme betrug per 31. März 1999 47,2 Billionen Yen (800 Milliarden Mark).

0 Kommentare

Neuester Kommentar