Wirtschaft : Zusammenschluss perfekt: Netz und Inhalt wachsen zusammen

Mit mehr als 26 Millionen Kunden in rund 100 Ländern ist die America Online Inc. (AOL) der größte Onlinedienst der Welt. Eine der Konzernmarken ist neben AOL der Onlinedienst Compuserve mit 2,8 Millionen Kunden. AOL hat im Geschäftsjahr 1999/2000 (30. Juni) den Umsatz von 4,8 Milliarden Dollar auf 6,9 Milliarden Dollar erhöht. Der Gewinn stieg von 754 Millionen Dollar auf 1,2 Milliarden Dollar. Außer den Gebühren für die Nutzung seiner Onlinedienste erzielt AOL Umsätze mit Einkünften aus Werbung und E-Commerce. In Europa will AOL bis 2002 insgesamt zehn Millionen Haushalte erreichen. Die zahlreichen Tochterunternehmen bieten unter anderem Online- und E-Mail- und Musik-Dienste sowie Internet-Stadtpläne an. AOL-Chef ist der 42-jährige Stephen M. (Steve) Case. Er wird Vorsitzender des Verwaltungsrates der neuen AOL Time Warner Inc.

Time Warner bringt in die Fusion mit AOL ein riesiges Medienangebot ein. Time Warner bietet alles: Spielfilme, Nachrichten und Unterhaltung, Bücher sowie Musik. In den USA betreibt Time Warner auch das zweitgrößte TV-Kabelnetz. Nach mehreren Verlustjahren Anfang der 90er-Jahre macht das Unternehmen wieder Gewinn und kommt auf einen Umsatz von 27,3 Milliarden Dollar. Time Warner erhöhte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2000 dank guter Wachstumsraten im Kabelfernseh-, Verlags- und Filmbereich um neun Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar. Time Warner war 1989 aus der Fusion der Time Inc. und der Warner Communications hervorgegangen. Time, gegründet 1922, hatte sich mit dem gleichnamigen Nachrichtenmagazin einen Namen gemacht. Die Gebrüder Warner starteten im gleichen Jahr mit einem der größten Hollywood-Filmstudios Warner Brothers. Beide Konzerne profitierten von der wachsenden Medien- und Unterhaltungsbranche. Heute gehören die TV-Sender CNN, HBO, TBS, TNT und Cartoon Network, das Filmstudio Warner Bros., die Warner Music Group sowie die Print-Magazine Time, Sports Illustrated, Fortune und People und seit 1996 die Turner Broadcasting Systems dazu.

0 Kommentare

Neuester Kommentar