Zusammenschluss : United Continental wird größte Airline der Welt

Schon länger war der Zusammenschluss der beiden US-Airlines Continental und United erwartet worden. Nun ist die Fusion perfekt - und es entsteht eine Fluggesellschaft der Superlative.

Die US-Fluggesellschaften United und Continental schließen sich zusammen. Es entsteht die größte Airline der Welt. Die beiden werden künftig unter dem Dach der United Continental Holdings firmieren, wie sie am Montag in Houston und Chicago mitteilten. Zusammen befördern die zwei Gesellschaften im Jahr 144 Millionen Passagiere zu 370 Zielen in 59 Ländern.

Die Fusion "unter gleichen" war bereits erwartet worden. Bereits vor dem Wochenende hatte der Verwaltungsrat von United Airlines nach Medienberichten dem rund drei Milliarden
Dollar (2,25 Milliarden Euro) schweren Zusammenschluss zugestimmt.

Mit der Fusion könnten beide Unternehmen in den kommenden Jahren bis zu 1,2 Milliarden Dollar einsparen, teilten United und Continental weiter mit. Die Kartellbehörden müssen den
Zusammenschluss allerdings noch genehmigen.
Die neue fusionierte Fluglinie wird einen Umsatz von jährlich 29 Milliarden Dollar haben, wie beide Unternehmen erklärten. Sie wird zu 55 Prozent den Aktionären von United gehören und zu 45 Prozent denen von Continental. Die Fusion soll über einen Aktientausch erfolgen.
Die neue Fluggesellschaft soll ihren Hauptsitz in Chicago haben. Gemessen an Marktanteilen würde sie sich auf den ersten Platz vor der US-Fluglinie Delta Airlines schieben.
Die Passagiere von United und Continental hätten mit dem Zusammenschluss eine deutlich größere Auswahl an Zielen: United fliegt 100 Orte an, die Continental nicht im Programm hat, Continental bedient 136 Ziele, die United nicht anfliegt. United ist stark bei Verbindungen nach Asien, Continental bei Verbindungen nach Europa und Lateinamerika.

United hatte erst im vergangenen Monat Fusionsverhandlungen mit US Airways abgebrochen. Seitdem war in der Branche über einen Zusammenschluss des Airline mit Continental spekuliert worden.

Die Fluggesellschaften weltweit kämpfen mit den Folgen der schweren Wirtschaftskrise und wieder steigenden Treibstoffkosten. Zudem setzt den großen Airlines die aggressive Konkurrenz der Billigflieger zu. (sf/dpa)

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