ZUSATZPOLICEN : Der „Pflege-Riester“ kann bis zu 100 Euro im Monat kosten

17.11.2011 22:08 Uhr

Nach dem Willen der Koalition sollen die Bürger für die Pflege zusätzlich vorsorgen. Von 2013 an sollen Zusatzversicherungen steuerlich gefördert werden. Jetzt haben die privaten Versicherer ausgerechnet, was der „Pflege-Riester“ die Versicherten kosten könnte – nämlich zwischen fünf und knapp 100 Euro im Monat. Eine 50-jährige Frau beispielsweise hätte für ein Pflegetagegeld von 1500 Euro, das auch bei Pflegestufe 2 zu 70 Prozent und bei Pflegestufe 1 zu 40

Prozent ausgezahlt wird, 96 Euro monatlich zu berappen. Enthalten wäre darin auch eine Leistungsdynamisierung von 1,3 Prozent im Jahr – dem Inflationsschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Ein gleichaltriger Mann müsste wegen seiner geringeren Lebenserwartung für die gleiche Absicherung 61 Euro zahlen. Für 30-Jährige käme diese Pflegevorsorge auf 43 beziehungsweise 28 Euro monatlich. Der für die Zukunft vorgeschriebene Unisex-Tarif läge dann dazwischen. Es geht freilich auch deutlich billiger. Wird das Pflegetagegeld, in

diesem Fall ebenfalls 1500 Euro monatlich, nur bei Pflegestufe 3 ausgezahlt und nicht dynamisiert, würde eine 50-Jährige dafür nur 19,30 Euro im Monat bezahlen. Ein gleichaltriger Mann käme auf 11,80 Euro. Wird dieser Schutz 20 Jahre früher abgeschlossen, läge der weibliche Tarif bei 7,60 Euro, der männliche bei 4,90 Euro. Sozialverbände

finden das alles zu teuer. Menschen mit niedrigem Einkommen oder im Hartz-IV-Bezug könnten sich die Zusatzversicherung nicht leisten, so Caritas-Präsident Peter Neher. raw

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