Zuversichtsstudie : Deutsche blicken wieder positiver in die Zukunft

Wirtschaft, Geld, Familienglück: Deutschland fasst Lebensmut. Nur die Ostdeutschen schätzen die Zukunft des Landes tendenziell negativer ein, zeigt die neue Zuversichtsstudie der Allianz.

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Das wird schon: Deutschland geht zuversichtlich ins Jahr 2013. Foto: p-a/dpa
Das wird schon: Deutschland geht zuversichtlich ins Jahr 2013.Foto: p-a/dpa

Berlin - Die Deutschen blicken wieder positiver in die Zukunft: Die allgemeine Zuversicht ist im ersten Quartal 2013 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozentpunkte gestiegen. Bei einer regelmäßigen Befragung der Allianz und der Universität Hohenheim gaben mehr als ein Drittel der Bundesbürger an, die Zukunft der Nation „mit Zuversicht“ oder gar „mit großer Zuversicht“ zu erwarten.

Insbesondere was das persönliche Leben betrifft sind die Deutschen in diesem Frühjahr optimistisch. Im Januar waren mit 71 Prozent sogar so viele Menschen wie noch nie der Überzeugung, dass sich ihr Leben in den kommenden zwölf Monaten positiv entwickeln wird.

Lediglich über die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt äußerten sich weniger Menschen positiv als noch 2012. Hier sank die Zuversicht um drei Prozentpunkte. Nur noch 26 Prozent beurteilen die Aussichten als vielversprechend, wenngleich nur jeder dritte auch um den eigenen Arbeitsplatz fürchtet. Umgekehrt entwickelten sich die Umfrageergebnissen für die allgemeine Wirtschaftslage: hier stieg das Stimmungsbarometer auf 38 Prozent.
Größter Garant für Lebensmut bleibt dabei das eigene Zuhause mit 81 Prozent, gefolgt vom familiären Umfeld. Besonders positiv fiel im ersten Quartal 2013 auch die Einschätzung der persönlichen finanziellen Lage aus: Sie erreichte 61 Prozent optimistische Einschätzungen, plus drei Prozentpunkte. Besser als vor einem Jahr wird auch die persönliche finanzielle Versorgung bei Krankheit und Pflege (plus fünf Prozentpunkte) und im Alter (plus vier Prozentpunkte) eingestuft.

Ostdeutschland ist Hochburg der Pessimisten

Unter allen Bundesbürgern sind dabei unverändert die in den neuen Bundesländern die missmutigsten. Zur zukünftigen Lage der Nation etwa fielen die Umfragewerte der Ostdeutschen um 17 Prozentpunkte niedriger aus als beim Spitzenreiter Niedersachsen. Bei den meisten Aspekten blieben die Einschätzungen gegenüber dem Vorjahr unverändert. Eine Ausnahme: Die Zuversicht für die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes ist mit einem Plus von sieben Prozentpunkten im Vergleich der Regionen deutlich überproportional gestiegen. „Werke und Zulieferer in Ostdeutschland profitieren von Absatzerfolgen in der Automobilindustrie. Dazu ist eine Job-Offensive im Mittelstand mit 25 000 neuen Stellen in Aussicht. Das stimuliert die Zuversicht“, erklärt Studien-Betreuer Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim.

Stark eingetrübt hat sich im Osten mit einem Minus von dreizehn beziehungsweise acht Prozentpunkten dagegen der Blick auf die Bereiche Familie, Kinder und Zuhause. „Ein Mangel an Betreuungsplätzen, steigende Energiekosten und explodierende Mieten machen vielen Ostdeutschen zu schaffen“, vermutet der Wissenschaftler.

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