Wirtschaft : Zuviel Feinstaub in der Luft Umweltverbände werfen Röttgen Versagen vor

Berlin - Umweltverbände haben Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) Untätigkeit vorgeworfen und ihn aufgefordert, „Bürger und Kommunen nicht im Feinstaub stehen zu lassen“. Röttgen wickele die Luftreinhaltepolitik seiner Vorgänger ab, sagte der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch, am Dienstag mit Blick auf drohende Strafzahlungen an die EU wegen zu starker Feinstaubbelastungen.

DUH, der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), der Naturschutzbund (NABU), und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisierten, dass die Regierung trotz des „schleichenden Umweltgifts Feinstaub“ ein Ende der Förderung für Rußfilternachrüstungen plane. Während 40 Kommunen und Ballungsräume wegen Nichteinhaltung der Luftwerte Strafzahlungen drohten, verzichte die Regierung auf die geplante Maut-Erhöhung für abgasreiche Lastwagen. Zudem wolle sie die Einfahrvorschriften in die Umweltzonen der Innenstädte lockern. Die „aberwitzigste Maßnahme“ sei aber, dass zum 1. April 2011 ungefilterte Dieselfahrzeuge von der „Strafsteuer“ befreit würden, sagte Resch. dpa

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