Wirtschaft : Zwangspfand belastet Duales System

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(dpa). In den „Gelben Tonnen“ und Säcken landet immer mehr unverwertbarer Restmüll aus den Privathaushalten. Der Grund für die Zunahme sei, dass Bürger offenbar bei den kommunalen Müllgebühren für die graue Tonne sparen wollten, sagte der Vorstandsvorsitzende der Duales System Deutschland AG, HansPeter Repnik. Durch das Zwangspfand für Getränkeverpackungen rechne das Unternehmen in diesem Jahr mit finanziellen Einbußen zwischen 300 und 400 Millionen Euro. Durch Rückstellungen und Nachbesserungen bei den Lizenzverträgen werde das Unternehmen die zu erwartenden Verluste in diesem Jahr ausgleichen können, sagte Repnik. Auch beim Abschluss der Neuverträge werde darauf geachtet, dass die Ausfälle durch das Zwangspfand wieder aufgefangen werden könnten. Mit rund 2,1 Milliarden Euro bleibe die Summe der Lizenzeinnahmen etwa stabil, sagte Repnik. Die Sammelmenge aus den Gelben Tonnen und Säcken habe im vergangenen Jahr wegen einer gestiegenen Bevölkerungszahl mit insgesamt 6,32 Millionen Tonnen leicht über der Vorjahreszahl (plus 31 000 Tonnen) gelegen. Pro Kopf entspreche dies einer Sammelmenge von 76,7 Kilogramm, sagte Repnik.

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