Wirtschaft : Zwei weitere Vorstände von Siemens gehen Keine Verlängerung für Feldmayer und Radomski

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Frankfurt am Main - In der Korruptionsaffäre bei Siemens stehen nach Angaben aus Aufsichtsratskreisen zwei weitere Vorstandsmitglieder vor dem Abschied. Die in diesem Jahr auslaufenden Verträge der Zentralvorstände Johannes Feldmayer und Jürgen Radomski würden nicht verlängert, sagte eine Person aus dem Umfeld des Kontrollgremiums am Freitag.

Eine Siemens-Sprecherin wollte die Gerüchte nicht kommentieren. „Das ist eine Angelegenheit des Aufsichtsrats“, sagte sie dem Tagesspiegel. Feldmayer ist Europachef, Radomski Personalvorstand. Gegen Feldmayer wird wegen der verdeckten Finanzierung der Arbeitnehmerorganisation AUB ermittelt. Er saß vorübergehend in Untersuchungshaft.

Siemens-Chef Klaus Kleinfeld hatte am Mittwoch seinen Rücktritt angekündigt. Er will gehen, sobald ein Nachfolger gefunden ist. Bei der Suche nach einem neuen Vorstandschef sei jedoch noch kein Durchbruch gelungen, hieß es am Freitag aus Branchenkreisen.

Unterdessen hat die EU-Kommission Siemens die milliardenschwere Übernahme des US-Softwareunternehmens UGS erlaubt. Es bestünden keine wesentlichen Wettbewerbsbedenken gegen den Kauf, teilte die Kommission am Freitag mit. Die US-Kartellbehörden hatten dieÜbernahme in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro bereits im Februar gebilligt.Tsp

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