Wirtschaft : Zweifel an Struktur des deutschen Pharmasektors

FRANKFURT/MAIN (rtr).Die jüngsten Fusionen in der Pharmabranche haben nach Ansicht von Volkswirten der Dresdner Bank Zweifel an der Struktur und der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Pharmaindustrie genährt.Zwar nehme die deutsche Pharmaindustrie eine herausragende Stellung auf dem Weltmarkt ein, diese Position habe sie sich aber mit einer Struktur erkämpft, die zumindest heute nicht mehr zeitgemäß sei, hieß es am Montag in einer Pressemitteilung der Frankfurter Bank.Gemessen am Produktionswert liege die deutsche Pharmaindustrie heute weltweit an dritter Stelle.Unter den weltweit zehn größten Pharmakonzernen rangiere aber nur die Hoechst AG.Die fünf größten deutschen Produzenten der ansonsten mittelständisch geprägten Industrie erreichten gemeinsam den Weltanteil der fusionierten Unternehmen Glaxo Wellcome und Smithkline Beecham, erklärte die Dresdner Bank."Angesichts eines weltweiten Pharmamarktes in Höhe von fast 300 Mrd.Dollar, wobei selbst der neue Marktführer nur einen Anteil von sieben bis acht Prozent hat, sind weitere Zusammenschlüsse in der Pharmabranche zu erwarten", so die Bankexperten.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben