Wirtschaft : Zwickauer Konzern verkauft Maschinenbausparte

Die Sachsenring Automobiltechnik AG (SAG) baut den Konzern um. Sachsenring in Zwickau verkauft die gesamte Maschinenbausparte und wird sich künftig wieder auf das Kerngeschäft als Zulieferer der Autoindustrie konzentrieren. Auf die Arbeitsplätze soll der Umbau keine Auswirkungen haben, sagte die Sprecherin des am Neuen Markt notierten Unternehmens, Antje Günther, am Freitag der dpa. Die 160 Arbeitsplätze bei der Sachsenring Maschinenbau GmbH seien nicht in Gefahr. Nach Unternehmensangaben trennt sich der Konzern neben der Maschinenbausparte von der Jagenberg AG, Neuss. Beide gehen an die private Investoren-Gemeinschaft Millenium Capital GmbH & Co. (MC), München.

Sachsenring hatte 68 Prozent der Jagenberg-Aktien erst zum 1. Januar 2000 von der Rheinmetall AG, Düsseldorf, übernommen. Damit verliert Sachsenring etwa 2600 Mitarbeiter und rund 800 Millionen Mark Umsatz. MC übernimmt insgesamt 93 Prozent der Anteile an der Jagenberg AG. Sachsenring will jedoch auch ohne die Neuerwerbung und das Zwickauer Maschinenbauunternehmen weiter wachsen. Die Gruppe plant in diesem Jahr einen Umsatz von mehr als 600 Millionen Mark. Im vergangenen Jahr waren es 462 Millionen Mark. Die Mitarbeiterzahl soll von durchschnittlich 1674 im vergangenen Jahr auf 1800 wachsen. Günther sagte, Sachsenring könne sich nun voll auf Autozulieferungen konzentrieren, nachdem der Konzern bereits im Februar 51 Prozent der Anteile an dem Sonderfahrzeug-Spezialisten NAW Nutzfahrzeuge AG (Arbon) von DaimlerChrysler erworben hatte.

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