Wirtschaftskrise : Deutsche Exporte sinken um rund 23 Prozent

Die Ausfuhren deutscher Unternehmen sind zum Jahresbeginn drastisch zurückgegangen. Besonders betroffen sind die Autoindustrie und der Maschinenbau.

WiesbadenDie Exporte in der Autoindustrie sind in den ersten vier Monaten im Vergleich zum Vorjahr um rund 42 Prozent eingebrochen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Insgesamt verkaufte die Industrie Waren im Wert von 35,4 Milliarden Euro an das Ausland. Auch im Maschinenbau brachen die Exporte ein: Die Unternehmen der Branche führten Waren im Wert von 41,5 Milliarden Euro aus – rund 20 Prozent weniger als noch in den ersten vier Monaten.

Stark rückläufig waren auch die Ausfuhren von Metallen. Die Firmen der Metallbranche exportierten 35,4 Prozent weniger als im Vorjahr, insgesamt Produkte im Wert von 12,6 Milliarden Euro. Allerdings mussten nicht alle Branchen Einbußen hinnehmen. So legten die Exporte von Pharmaprodukten und ähnlichen Erzeugnissen zu – um 9,7 Prozent auf 16,7 Milliarden Euro. Noch deutlicher steigerten sich die Ausfuhren von Flugzeugen oder Schiffen. Die Exporte legten um 14,7 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro zu.

Insgesamt verbuchte die deutsche Exportwirtschaft in den ersten vier Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 23,2 Prozent auf 262,7 Milliarden Euro. Die Importe nahmen im gleichen Zeitraum um 17 Prozent auf 226,5 Milliarden Euro ab.

Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, sp