Wirtschaftskrise : Nissan verzeichnet Milliardenverlust

Der japanische Renault-Partner Nissan hat im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der Absatzkrise erstmals seit neun Jahren einen Nettoverlust eingefahren.

TokioDer Fehlbetrag belief sich zum Bilanzstichtag am 31. März auf 1,62 Milliarden Euro. Das Ergebnis fiel allerdings besser aus als zuvor erwartet. Im Februar war Nissan noch von einem Fehlbetrag von 1,75 Milliarden Euro ausgegangen. Für das laufende Geschäftsjahr geht Nissan, das zu 44 Prozent dem französischen Autohersteller Renault gehört, von einem Verlust von weiteren 755 Millionen Euro aus.

Nissan steht unter Druck, neue Modelle anzubieten, um mit den heimischen Konkurrenten Toyota und Honda Schritt halten zu können. Aufgrund der schwachen globalen Autonachfrage mussten jedoch Entwicklungsprojekte gestoppt werden. Der Chef von Nissan und Renault, Carlos Ghosn sagte, es gebe zwar erste Anzeichen, dass das Vertrauen der Verbraucher zurückkehre und wieder leichter Kredite vergeben würden. Das Jahr werde jedoch insgesamt schwierig. Zuvor hatte er eine engere Zusammenarbeit zur ersten Priorität erklärt, um im harten Wettbewerb bestehen zu können. (aku/dpa/Reuters)