• „25 Stunden Arbeit für einen Studienpunkt“ Beraterin Bischoff erklärt, wie der Start gelingt

Wissen : „25 Stunden Arbeit für einen Studienpunkt“ Beraterin Bischoff erklärt, wie der Start gelingt

Foto: Bernd Prusowski
Foto: Bernd Prusowski

Wie wichtig ist es für Studienanfänger, die Studienordnung zu lesen?

„Studien- und Prüfungsordnung“ weckt bei den meisten tatsächlich kein großes Interesse, doch sie ist ein unerlässliches Dokument, um Orientierung im Studium zu gewinnen und zu behalten. Die Ordnungen enthalten unter anderem eine Studienverlaufsempfehlung – die wird von Anfang an gebraucht, wenn man seinen Stundenplan zusammenstellen will.

Reicht es, wenn ich 20 Stunden pro Woche für mein Studium einplane?

Es ist individuell sehr unterschiedlich, wie viel Zeit für das Studium gebraucht wird. Wenn man eine Richtgröße gewinnen will, hilft der Blick in die Studienordnung: In der Regelstudienzeit – im Bachelorstudium sechs Semester – sollen 180 Studienpunkte erworben werden, womit man bei 30 Studienpunkten pro Semester läge. Nun muss man nur noch wissen, dass sich hinter jedem Studienpunkt circa 25 Stunden Arbeitszeit verbergen.

Ich habe ein Problem, wen frage ich zuerst: Kommilitonen, Studienberatung oder Fachschaft?

Zu Beginn des Studiums bekommen alle Erstsemestler die Broschüre „Willkommen an der Humboldt-Universität“, in der man auch nachlesen kann, wo man mit welchen Fragen am besten aufgehoben ist. Die zentrale Studienberatung wäre zum Beispiel bei Fragen zur konkreten Stundenplangestaltung nicht der geeignete Ansprechpartner, dafür gibt es eine Studienfachberatung.

Ich kenne hier keinen. Wo und wie finde ich Kontakt zu anderen Studierenden?

Spätestens mit Beginn der Vorlesungszeit ergeben sich Kontakte meist ganz von selbst in Seminaren und Vorlesungen. Davon abgesehen gibt es aber auch andere Möglichkeiten, die man schon vorher nutzen kann. Die studentischen Fachschaften organisieren teilweise sehr umfangreiche Programme, die genau diesem Zweck dienen, inklusive Erstsemesterfahrt übers Wochenende oder Kneipenabend.

Bevor ich überrascht werde: Auf welche Probleme kann ich mich früh vorbereiten?

Überraschend kann für viele das Maß an Selbstständigkeit sein, das man an einer Uni braucht, vor allem für diejenigen, die sich zuvor wenig mit Studienorganisation und -inhalten beschäftigt haben. Auch relativ banale Dinge wie die Orientierung auf dem Campus sind nicht zu unterschätzen. Es hilft, sich in den Institutsgebäuden umzusehen und zu schauen, wo die Mensen und Bibliotheken sind.

Die Fragen stellte Erik Wenk.

Benita Bischoff (55) ist Leiterin der Studienberatung an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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