Wissen : 7. Der Schöpfer eines Refugiums

Durch Visionen und Ideen, die er umsetzte, schuf er eine kokette kleine "Dame", die ständig große Aufmerksamkeit fordert, vor allem aber unaufhörlich neue "Kleider" benötigt. So beschrieb er selbst einmal sein Lebenswerk, das von seinen Nachkommen weiter gehegt und gepflegt wird. Hineingeboren in eine Familie, bei der das Hausgesetz in jener Zeit oberstes Gebot war, verzichtete er als 23-Jähriger durch eine nicht standesgemäße Heirat auf seine Privilegien. Im Nachhinein betrachtet - ein glücklicher Umstand. Er musste sein Leben neu ordnen. Und wie es in diesen Kreisen meist üblich ist, erhielt er als Starthilfe ein großzügiges Geschenk, das er bereits aus seiner Jugendzeit gut kannte und das er sehr viel später kaufte. Dieses neue Zuhause bot ihm zwar ein respektables Dach über dem Kopf, stellte ihn allerdings vor große Aufgaben. Doch das schien ihm zu gefallen. Der Zweite Weltkrieg unterbrach vorerst seinen Tatendrang. Er verließ Deutschland und begann in seiner Heimat eine neue, sehr erfolgreiche Karriere als Fotograf. Diese fotografischen Kenntnisse wiederum brachten ihm eine herausragende Auszeichnung ein. Nach dem Krieg kehrte er zurück. Seine erste Ehe scheiterte, und er heiratete eine Frau, die ihn mit viel Begeisterung, Ideen und Können bei der Umsetzung seiner Pläne unterstützte, ein kleines Paradies zu schaffen, das auch der Öffentlichkeit zugänglich war und ist. Die Zukunft ihres geschaffenen Refugiums sicherte das Ehepaar ab, indem es 1974 nach der Geburt ihrer Tochter - vier weitere Kinder folgten - eine Stiftung gründete. Hoch betagt, im Alter von 95 Jahren, starb er auf seinem paradiesischen Eiland.