Wissen : 7. Eine Heilige, die Wunder wirkte

Mit ihrer tief im Glauben wurzelnden Mildtätigkeit und uneigennützigen Zuwendung gegenüber Armen und Kranken erwarb sie sich schon zu Lebzeiten eine große Anhängerschaft. Das war zu damaligen Zeiten für eine junge Frau und gar eine Landgräfin durchaus ungewöhnlich - und trug ihr zugleich so mancherlei Missgunst von Vertretern ihres Standes ein. Zumal sich die Kunde von wundersamen Ereignissen rings um die Zeugnisse ihrer tätigen Nächstenliebe landauf, landab verbreitete. Nach ihrem selbstgewählten Weg in Buße und Bescheidenheit - sie wohnte zeitweilig in einem Schweinestall - wurden vielerlei Legenden nicht nur über das große Maß ihrer Hilfen, sondern auch über die sagenhaften Umstände ihres segensreichen Wirkens weitergegeben.

Etwa diese: Als sie in einem Hungerjahr alles verfügbare Korn austeilen ließ und wegen dieser "Verschwendung" heftigen Angriffen ausgesetzt war, soll sich plötzlich der Boden aller Säle und Kammern von selbst mit Korn gefüllt haben. Dass sie schon vier Jahre nach ihrem Ableben von Papst Gregor IX. in Perugia heilig gesprochen wurde, führte mancher auf den großen Einfluss ihrer königlichen Familie zurück. Doch auch die Menschen verehrten sie und trugen sie im Herzen - und das bis heute, was nicht zuletzt das vergangene Jahr bezeugte, als ihrer Millionen gedachten anlässlich ihres sehr runden Geburtstages. Sie starb mit 24 Jahren und hatte eine Tochter, die Äbtissin wurde. Bereits kurz nach ihrem Tod sollen sich an ihrem Grab zahlreiche Wunder ereignet haben. Ihr Haupt befindet sich in Wien.

0 Kommentare

Neuester Kommentar