Wissen : 8. Ein Mann mit Gespür

Er war eine schillernde Persönlichkeit. Niemand hatte wohl vermutet, wohin ihn einmal sein Lebensweg führen würde. Sorgen musste er sich zwar keine machen, denn seinem Vater, einem bekannten Bankier, fehlte es an nichts und dieser tat alles, um seinem Sohn eine Karriere versprechende Ausbildung zukommen zu lassen. Doch der Sohn suchte Glück und Erfolg nicht auf dem Gebiet, für das er ausgebildet war, sondern er strebte in ferne Länder, die er – zunächst mit seinem Onkel – ausgiebig bereiste. Das war sozusagen „learning by doing“ – allein das Reisen machte ihn schon zu einem Experten für die Nahostregion, denn wer kam damals schon so weit herum? Eine umfangreiche Märchensammlung hat ihn schon als Kind für diese Weltgegend eingenommen, die er nun auch zunehmend forschend bereiste.

Immerhin war es ihm gelungen, offiziell in die Dienste seines Landes einzutreten und dieses zu vertreten, so dass das Reisen dort leichter fiel. Und bei einer dieser Expeditionen machte er eine folgenreiche Entdeckung, deren Ergebnisse in einem von ihm gegründeten Museum in der Hauptstadt seines Landes zu sehen waren. Für das, was er tat, hatte er zwar keine Ausbildung, trotzdem war er als Laie sehr erfolgreich. Er wurde berühmt und verlor aber kurz vor seinem Lebensende fast alles, was er einst gefunden hatte. Einiges ist aber noch in einem der bedeutendsten Museen Europas zu besichtigen. Er starb mit 86 Jahren.

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