Wissen : 95 Gene beeinflussen Blutfettwerte Forschung eröffnet Therapieansätze

In einer großen internationalen Studie mit deutscher Beteiligung haben Wissenschaftler 95 Genorte gefunden, die neue Therapieansätze für Herz-Kreislauf-Erkrankungen eröffnen. An diesen Stellen des Genoms finden sich Gene, die den Fettstoffwechsel im menschlichen Körper beeinflussen, wie das Helmholtz-Zentrum München am Mittwoch mitteilte. Sie stehen mit mindestens einer der wichtigsten Größen des Fettstoffwechsels in Zusammenhang – dem Gesamtcholesterin, dem sogenannten „schlechten“ Cholesterin (LDL-Cholesterin), dem „guten“ Cholesterin (HDL-Cholesterin) und Triglyceriden. Diese Blutfette gelten als wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die in Deutschland nach wie vor Todesursache Nummer eins sind.

Langfristig eröffnen die Ergebnisse der Studie laut Helmholtz-Zentrum nun neue Perspektiven für die Vorbeugung und Therapie solcher Erkrankungen. Es seien sogar Genvarianten gefunden worden, von denen bekannt sei, „dass sie einen molekularen Ansatzpunkt für cholesterinsenkende Medikamente bieten“.

In die Analyse der Forscher flossen demnach Daten aus 46 sogenannten genomweiten Assoziationsstudien mit insgesamt über 100 000 Teilnehmern ein. Die Ergebnisse werden im renommierten Wissenschaftsmagazin „Nature“ veröffentlicht. AFP

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