AKADEMIKER IN DEUTSCHLAND : So viele wie nie kommen an die Hochschulen

In Deutschland gibt es so viele Studierende wie nie zuvor, nämlich rund 2,5 Millionen. 50 Prozent eines Altersjahrgangs haben laut der OECD-Statistik eine Studienberechtigung. Das sind 15 Prozent mehr als im Jahr 2001 (ohne doppelte Abiturjahrgänge). 42 Prozent eines Altersjahrgangs nehmen binnen zwei Jahren nach dem Abitur ein Studium auf, weitere kommen im Laufe ihres Berufslebens an die Uni. Noch im Jahr 2000 betrug der Anteil der Studierenden am Altersjahrgang erst 30 Prozent. Die Abbrecherquote liegt in Deutschland im OECD-Mittel: bei 28 Prozent im Bachelor.

Laut OECD zahlt sich die Investition in ein Studium aus – jedenfalls im Schnitt: für den Staat und für die Absolventen. In Deutschland erzielt die öffentliche Hand durch jeden männlichen Absolventen einen Nettogewinn von 156 000 US-Dollar (im OECD-Mittel 101 000 US-Dollar; bei Frauen in Deutschland: 73 000 US-Dollar). Zieht man das wegen des langen Studiums entgangene Einkommen und die höheren Abgaben ab, haben studierte Männer in Deutschland im Laufe ihres Berufslebens einen Vorteil von 145 000 US-Dollar gegenüber Männern mit niedrigeren Abschlüssen (studierte Frauen: 85 000 US-Dollar). Allerdings verdienen manche Akademiker weniger als Menschen mit betrieblicher Ausbildung. akü

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