Andrang auf Hochschulen : 80 Prozent der Abiturienten zieht es zur Uni

Die meisten Abiturienten studieren auch irgendwann, selbst wenn es mit einigen Jahren Verzögerung ist. Bei Akademikerkindern und Männern ist der Anteil besonders hoch.

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2,68 Millionen Studierende sind zum Wintersemester 2014/15 eingeschrieben.
2,68 Millionen Studierende sind zum Wintersemester 2014/15 eingeschrieben.Foto: dpa

Die große Mehrheit derer, die eine Studienberechtigung hat, studiert – wenn oft auch erst nach ein paar Jahren. Das geht aus einer Untersuchung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) hervor, die den Abschlussjahrgang des Jahres 2008 im Zeitverlauf verfolgte. Demnach wechselten sofort nach dem Abitur 56 Prozent des Abijahrgangs an die Hochschule. Nach viereinhalb Jahren waren aber 78 Prozent des Jahrgangs eingeschrieben, zwei Prozent waren sicher, dass sie sich bald einschreiben würden.

Neun Prozent nahmen ein Studium auf, nachdem sie eine Berufsausbildung absolviert hatten. Gut vierzig Prozent der Studienberechtigten gehen mit einer Berufsausbildung oder mit einer Ausbildung und anschließendem Studium in den Beruf. Unter den Kindern von Akademikereltern entscheiden sich 86 Prozent für ein Studium, aber nur 74 Prozent der Kinder von Eltern ohne Hochschulabschluss. Der Anteil von Männern, die viereinhalb Jahre nach dem Schulabschluss studierten oder sicher waren, bald ein Studium aufzunehmen, lag bei 85 Prozent, bei den Frauen deutlich darunter bei 76 Prozent.

67 Prozent des Jahrgangs sind viereinhalb Jahre nach dem Schulabschluss bereits im weiterführenden Master eingeschrieben oder fest entschlossen, nach dem Bachelor den Master anzuschließen. Die meisten Befragten nennen als wichtige Motive dafür „bessere Berufschancen“, „persönliche Weiterbildung“ oder „fachliche und berufliche Neigung“. Die Forscher stellen fest, die Übergangswahrscheinlichkeit zum Master erhöhe sich, wenn die eigenen Leistungen im Studium gut und die Erwartung an die Bildungserträge hoch seien. Gehen die Studierenden hingegen von hohen Bildungskosten aus, mindert dies die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Master anschließen.

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