Wissen : Angkor Wat war eine Großstadt

Um die berühmte Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha hat ein internationales Forscherteam jetzt „die größte vorindustrielle Siedlung der Welt“ entdeckt. Die Besiedlung um Angkor Wat erstreckte sich über gut 1000 Quadratkilometer, berichten die Archäologen um Damian Evans von der Universität Sydney in „Pnas“, dem Fachblatt der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA.

Mithilfe von Radarmessungen der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa gelang es den Forschern, erstmals eine umfassende Karte der Siedlungen zu erstellen. Die Ruinen aus der Zeit vom 9. bis zum 16. Jahrhundert waren über ein komplexes Bewässerungssystem miteinander verbunden, das zum Reisanbau genutzt wurde. Angkor Wat liegt etwa 250 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kambodschas, Phnom Penh, und ist seit 1992 Weltkulturerbe. Die größte und bedeutendste Tempelanlage der Khmer-Hochkultur ist heute eine Touristenattraktion und vor allem für die beeindruckenden Sandsteinreliefs bekannt – Tempel-Figuren (Apsaras), die aber zum Teil stark verwittert sind. An vielen Stellen wachsen Baumwurzeln des Tropenwaldes durch die Bauwerke. Seit 1995 wird im Rahmen des „German Apsara Conservation Project Köln“ (GACP) unter Leitung der Fachschule Köln versucht, den Zerfall der Reliefs aufzuhalten. dal/dpa

Unter www.world-heritage-tour.org kann man die Tempelanlagen von Angkor Wat online besichtigen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben