Wissen : Apple plant E-Books für Schulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnt vor einem Einstieg des Computerkonzerns Apple in das Schulbuchgeschäft. „Damit wird jegliche demokratische Kontrolle der angebotenen Materialien ausgehebelt“, sagte GEW-Vize Marianne Demmer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Ausgabe vom Mittwoch). Die öffentlichen Schulen, die sich für die Apple-Hard- und Software entschieden, würden sich dann an einen einzigen Wettbewerber und dessen inhaltliche Angebote binden. Schon jetzt würden die Schulen mit interessengesteuertem Unterrichtsmaterial von Verbänden und Lobbygruppen überschwemmt. Demmer fordert die Einrichtung neutraler öffentlicher Stellen, die Unterrichtsmaterialien begutachten.

Den Einstieg in die Produktion von elektronischen Schulbüchern, aber auch von E-Lehrbüchern für Studierende will Apple nach Angaben von Insidern am Donnerstag auf einem „Bildungsevent“ in New York bekannt geben. Das Unternehmen habe bereits eine Reihe von Verlagen für das Projekt gewonnen, berichtet das „Wall Street Journal“. Seit Juni arbeite Apple mit dem großen US-Lernmaterialspezialisten McGraw-Hill zusammen. KNA/dpa

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