• Arab-German Young Academy in Berlin: Vier Millionen Euro für arabisch-deutsche Forschung

Arab-German Young Academy in Berlin : Vier Millionen Euro für arabisch-deutsche Forschung

Seit 2014 bringt die Arabisch-Deutsche Junge Akademie mit Sitz in Berlin Nachwuchswissenschaftler zusammen. Eine Vier-Millionen-Euro-Förderung ermöglicht jetzt den Start konkreter Projekte.

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Eine aus dem syrischen Palmyra stammende Skulptur.
Der Schutz bedrohter Kulturgüter ist eines der Forschungsthemen an der Arabischen-Deutschen Jungen Akademie. Im Bild eine aus dem...Foto: AFP/Joseph Eid

Die arabischen und deutschen Nachwuchswissenschaftler der Arab-German Young Academy (AGYA) forschen zu den Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf die Hochschulpolitik oder zu kooperativen Ansätzen in Wasser- und Umweltfragen. Bislang arbeitete die 2014 an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gegründete und zunächst auf fünf Jahre angelegte AGYA mit einer Anschubfinanzierung für Organisatorisches. In den kommenden vier Jahren wird sie nun vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit vier Millionen Euro gefördert, wie die Staatlichen Museen zu Berlin am Mittwoch bekanntgaben.

Mit dem Geld hätten die 50 AGYA-Mitglieder aus Deutschland und 16 arabischen Ländern „endlich die Möglichkeit, ihre vielfältigen kreativen Ideen in konkrete Forschungsprojekte umzusetzen“, sagte Managing-Direktorin Sabine Dorpmüller dem Tagesspiegel.

Ein geflüchteter Archäologe forscht über bedrohte Kulturstätten

Eines der zentralen Forschungsthemen ist der Kulturgüterschutz. So will sich der syrische Archäologe Ammar Abdulrahman mit einer AGYA-Arbeitsgruppe der Frage widmen, wie in seiner Heimat von Zerstörung bedrohte antike Stätten wie Hisn al-Akrad und Idlib gesichert werden können. Abdulrahman lebt als Flüchtling in Deutschland und erhält mit der Projektförderung auch eine Lebensgrundlage.

Im AGYA-Büro an der Berlin-Brandenburgischen Akademie sollen künftig sechs Mitarbeiter die Forschungsvorhaben inhaltlich und administrativ unterstützen. Hinsichtlich der aktuellen Umbruchsituationen sei es eine große Chance, „dass arabische und deutsche Nachwuchswissenschaftler ihre Kontakte intensivieren“, erklärte Co-Präsidentin Verena Lepper, Kuratorin für Ägyptische und Orientalische Papyri am Ägyptischen Museum in Berlin.

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