Astronomie : Zu große Planeten sind lebensfeindlich

Leben ist auf erdähnlichen Planeten und auf Super-Erden nur möglich, wenn sie nicht zu groß sind. Das zeigt die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen dem Durchmesser und den Umweltbedingungen auf felsigen Planeten, die ihre Bahn in der lebensfreundlichen Zone eines Sterns ziehen, durch einen Schweizer Astronomen.

von

Die Grenze liege zwischen dem 1,7- und 2,2-fachen des Erddurchmessers, schreibt der Wissenschaftler im Fachblatt „Astronomy & Astrophysics“. Als lebensfreundlich bezeichnen die Himmelsforscher die Region um einen Stern, in der die Temperatur die Existenz von flüssigem Wasser auf der Oberfläche erlaubt. Doch nicht auf jedem Planeten, der seine Bahn in dieser Zone zieht, ist Leben möglich. Die Voraussetzungen für Leben auf einem Planeten seien nicht genau bekannt, erläutert Yann Alibert von der Universität Bern. „Dagegen ist es relativ einfach, die Bedingungen zu formulieren, unter denen ein Planet mit großer Wahrscheinlichkeit nicht lebensfreundlich ist.“ Eine solche Vorgehensweise könne helfen, jene Planeten auszuwählen, bei denen sich eine genauere Untersuchung lohnt. Neben der Existenz von flüssigem Wasser sieht Alibert den Schlüssel im Kohlenstoffzyklus. Das Recycling von Kohlenstoff über Verwitterung und Plattentektonik sorge auf der Erde dafür, dass die Temperatur auf der Oberfläche langfristig stabil ist. Ein solcher Kreislauf sei nur dann möglich, wenn auf einem Planeten flüssiges Wasser in Kontakt mit Gestein ist.

0 Kommentare

Neuester Kommentar