Wissen : Beherztes Eingreifen rettet Leben

Bei einem Notfall mit Herzstillstand können Ersthelfer auf eine Mund-zu-Mund-

Beatmung verzichten. Darauf weist der Intensivmediziner Hugo Van Aken vom Universitätsklinikum Münster zur Woche der Wiederbelebung hin, die am Montag begann. „Dieser Teil der ersten Hilfe bedeutet für viele Menschen ein großes Hindernis. Die Menschen ekeln sich davor“, sagt Van Aken.

In Deutschland packe nur etwa jeder Sechste bei einem Herzstillstand sofort an. Um die Quote zu verbessern, müssten möglichst viele Hemmnisse abgebaut werden. Wichtig sei bis zum Eintreffen des Notarztes, die Zeit mit einer Herzdruckmassage zu überbrücken. Ein beherzteres Eingreifen könne pro Jahr bundesweit etwa 5600 Menschenleben retten, betont der Mediziner. dpa

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