Wissen : Berlin scheitert mit Bewerbung um Zentrale des Demenzzentrums

Der Hauptsitz des geplanten Nationalen Zentrums zur Bekämpfung von Demenzen, das noch in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen soll, wird nicht in Berlin entstehen. Zwar soll erst Ende dieser Woche bekannt werden, welche der Antragsteller in die engere Wahl kommen. Doch Charité-Sprecherin Kerstin Endele bestätigte gestern gegenüber dem Tagesspiegel, dass die Vorentscheidung gegen Berlin in der Charité schon am Freitag bekannt wurde. Beworben haben sich neben der Hauptstadt unter anderem München und Heidelberg/Mannheim. Der gemeinsame Antrag verschiedener Berliner Institutionen – darunter die Charité, die FU und das Max-Delbrück-Centrum (MDC) – sei damit jedoch nicht völlig gescheitert, sagte Endele. Nach dem geplanten Modell soll es in dem wissenschaftlichen Großprojekt, das von den Bundesministerien für Gesundheit und für Forschung mit 60 Millionen Euro gefördert werden wird, neben dem Kernzentrum eine Reihe von spezialisierten Partnerzentren, sogenannten Satelliten, geben. Sie werden unter dem Dach der Helmholtz-Gemeinschaft arbeiten. „Berlin ist ausdrücklich aufgefordert worden, sich als Partnerzentrum für das Gebiet der Versorgungsforschung zu bewerben, und auf diesem Gebiet haben wir nicht zuletzt mit Adelheid Kuhlmey vom Institut für Medizinische Soziologie der Charité eine absolute Expertin aufzubieten“, sagte Endele. Bei der Charité freue man sich sehr, dass damit ein zentraler Bestandteil des ursprünglichen Berliner Antrags weiterverfolgt werde. In der Pflege- und Versorgungsforschung zu Demenzerkrankungen gehen Wissenschaftler der Frage nach, wie sich verschiedene Formen der Betreuung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen tatsächlich auf die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen auswirken. aml

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