Wissen : Berliner Senat beschließt Novelle Zöllner: Studierende werden profitieren

Der Berliner Senat hat am Dienstag den Entwurf zur Novellierung des Berliner Hochschulgesetzes beschlossen. Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD) erklärte, er wolle „eine moderne, auf die Bedürfnisse der Studierenden zugeschnittene Studienorganisation“ schaffen: „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Studierenden, aber auch die Hochschulen, von dem neuen Gesetz profitieren werden.“

Im Mittelpunkt der Novelle stehen neue Regeln, die die Hochschulen im Bachelorstudium beachten müssen. Damit solle „der auf den Studierenden lastende Notendruck und die Prüfungsdichte“ reduziert werden, sagte Zöllner. Sein Gesetzentwurf ziehe Konsequenzen aus den ersten Erfahrungen mit derUmsetzung des Bologna-Prozesses. Der Entwurf für die Novelle sieht etwa vor, dass nicht jede Lehrveranstaltung mit einer Note bewertet werden muss. Auf die Hochschulen wird der Druck erhöht, berufstätigen Studierenden ein Teilzeitstudium zu ermöglichen. Außerdem sollen sie ihre Dozenten didaktisch weiterbilden. Die Hochschulen sollen auch die Möglichkeit bekommen, Dozenten mit dem Schwerpunkt Lehre einzustellen. „Damit wird der Bedeutung von Forschung und Lehre gleichermaßen Rechnung getragen“, teilte Zöllner mit.

Die Hochschulleitungen kritisieren die Detailfülle des Gesetzes, die die Autonomie der Hochschule einschränke und auch Kosten verursache. Die Novelle soll im Mai oder im Juni vom Parlament verabschiedet werden. akü

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