Berliner Universitäten : Professoren verdienen 73 000 Euro

Professoren der Berliner Universitäten verdienen im Schnitt 72 865 Euro im Jahr, an den Fachhochschulen kommen sie auf 59 574 Euro. Spitzenreiter bei den Gehältern ist die TU.

Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung auf eine kleine Anfrage des FDP-Abgeordneten Mirco Dragowski hervor. Am höchsten liegt der Besoldungsschnitt über die verschiedenen Besoldungsgruppen hinweg an der Technischen Universität (76 327 Euro). An der Humboldt-Universität beträgt der Besoldungsschnitt 75 504 Euro, an der Freien Universität 73 424 Euro, an der Charité 69 985 Euro. An der Universität der Künste erhalten Professoren 67 391 Euro. Bei den Fachhochschulen verdienen die Professoren der Alice-Salomon-Hochschule mit 63 208 Euro im Schnitt am besten. Der Besoldungsschnitt an der Hochschule für Wirtschaft und Recht beträgt 60 407 Euro, an der Beuth-Hochschule 59 604 Euro und an der Hochschule für Technik und Wirtschaft 58 730 Euro.

Nicht beantworten wollte der Senat die Frage, ob Berlin künftig wie Nordrhein-Westfalen und Thüringen den Vergaberahmen für die Professorenbesoldung aufheben will. Unter dem Vergaberahmen versteht man die Gesamtsumme für die leistungsbezogenen Bezüge, die die Hochschulen nicht überschreiten dürfen. Zu der Frage werde man sich erst später positionieren. Der Vergaberahmen hindere die Hochschulen aber „grundsätzlich nicht daran, auch überdurchschnittliche Gehälter zu zahlen“, heißt es in der Antwort der Senatsverwaltung. Grundgehalt und Leistungsbezüge dürften derzeit zusammen prinzipiell das Grundgehalt der Besoldungsgruppe B 10 erreichen, das in Berlin aktuell bei 9965,09 Euro im Monat liegt. Allerdings könne diese Grenze auch überschritten werden, wenn Hochschulen eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler aus dem Ausland gewinnen wollen – oder wenn sie verhindern wollen, dass ein Professor ins Ausland abwandert. Die Hochschulen könnten auch mehr zahlen, wenn sie Professorinnen und Professoren berufen wollen, die an ihrer bisherigen Hochschule bereits Bezüge erhalten, die das B10-Gehalt übersteigen. tiw

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