BILANZ : Wenig dynamisch

Die Zahl der Juniorprofessuren an deutschen Unis stagniert bei rund 800, schätzen Experten. Das entspricht dem Stand von 2007. Damals bilanzierte das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) die Dynamik der neuen Stellen seit ihrer Einführung fünf Jahre zuvor. Unter den Hochschulen, die eine beträchtliche Zahl an Juniorprofessuren eingerichtet haben, wurden die Humboldt-Uni (60), die Uni Göttingen (49), die Uni Hamburg (45), die Freie Universität Berlin (38) und die Uni Bremen (37) genannt. Der vielfach geforderte Tenure Track bleibe für Juniorprofessuren die Ausnahme. Nur 18 Prozent der befragten 367 Nachwuchsforscher gaben an, dass ihre Uni ihnen eine Option gebe, auf eine ordentliche Professur berufen zu werden. Auf die verschiedenen Fachbereiche sind die Juniorprofessuren ungleichmäßig verteilt: Die Hälfte der Befragten stammte aus den Naturwissenschaften und der Medizin, je ein Fünftel aus den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie den Sprach- und Kulturwissenschaften. Die Ingenieurwissenschaften waren mit neun Prozent gering vertreten. Der Frauenanteil liegt mit 28 Prozent deutlich über den Quoten für andere Professuren – auch in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. -ry

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