Bildungsproteste : HU-Präsident: Bin auf Seite der Studenten

Vor kurzem hatte sich die Studierendenvertretung der Humboldt-Universität noch von HU-Präsident Christoph Markschies distanziert. Doch nun applaudierten sie ihm.

Seine „Mitleidsbekundungen“ im Rahmen des Bildungsstreiks könne er sich sparen, hieß es in einer Erklärung des „Refrat“. Doch als Markschies gestern vor einer Vollversammlung von etwa 400 HU-Studenten sprach, war die Atmosphäre freundlich. Immer wieder wurde Markschies vom Beifall der Studierenden unterbrochen, vereinzelte Buh-Rufe gingen in dem Applaus unter. Markschies versprach in einer rund 20-minütigen Rede Unterstützung für die Forderungen aus dem Bildungsstreik. „Wir können bei allen Sachen zusammenkommen. Ich werde mit Ihnen kämpfen“, sagte Markschies. Zuvor hatten die Studenten dem Präsidenten einen Forderungskatalog übergeben. Darin forderten sie vor allem, dass der Bachelor an der HU tatsächlich überarbeitet wird, wie der Akademische Senat im Sommer beschlossen hatte. Aufsehen erregte ein Team der Fernsehsendung „Anne Will“, das Aufnahmen für eine Sendung am kommenden Sonntag machen wollte. Mehrere Studenten forderten, die Kameraleute auszuschließen – Markschies könne sich dann womöglich doch zu sehr profilieren, argumentierten sie. Ein entsprechender Antrag wurde aber von der Mehrheit abgelehnt. Tsp

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