BIOCHEMIE DER ELTERNSCHAFT : Gebremster Trieb

Beim Sex wird das Kuschelhormon Oxytozin ausgeschüttet, was mit einem wohligen Gefühl einhergeht. Dies könnte dazu beitragen, ein Paar biochemisch aneinander zu binden. Oxytozin wird besonders stark beim Orgasmus freigesetzt.

Aber auch bei den Wehen und beim Stillen wird Oxytozin ausgeschüttet. In der Muttermilch befindet sich ebenfalls Oxytozin: Das Kuschelhormon festigt, wie Forscher spekulieren, auf diese Weise auch die Bindung zwischen Mutter und Kind. Bei Müttern muss sich das Hormon also gewissermaßen auf Kind und Ehemann aufteilen.

Werden Männer Väter, sinkt der Testosteronspiegel. Testosteron ist ein Hormon, das in der Tendenz sowohl dominant und aggressiv als auch Lust auf Sex macht. Somit hat es die Natur so eingerichtet, dass ein frisch gebackener Vater biochemisch „weichgespült“ wird: Sein Sextrieb ist gebremst und er wird pflegeleichter und pflegebereiter – zumindest etwas. bas

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