Biografisches Weihnachtsrätsel 2008 : 7. Ein Mann, der kein Ende finden konnte

Die Frage, was Harmonie überhaupt sei, trieb ihn besonders um. Er war gerne einsam, denn dann war er ganz bei sich selbst, ganz mit sich im Einklang. Dennoch galt er nicht als Eigenbrötler, sondern als freundlich und aufgeschlossen. Er suchte möglichst viel zu beobachten. Dabei interessierte ihn weniger das Allgemeine als das Besondere. Er konnte sich für ein Lächeln ebenso begeistern wie für eine bestimmte Felsformation. Hatte er Außergewöhnliches entdeckt, wollte er wissen, ob es sich auf etwas Allgemeines zurückführen ließe. Er war ein Multitalent, das alle Sinne beisammen hatte. Dem Leitspruch dieser Zeitung - rerum cognoscere causas – fühlte er sich in besonderer Weise verbunden. Dabei war er im künstlerischen Sinne kreativ und doch auch technisch begabt - die Konstruktion eines Löwen-Roboters war eine der scheinbar logischen Folgen seiner Mehrfachbegabungen. Sein Schaffensdrang würde in heutiger Zeit wohl als krankhaft angesehen. Er starb zwar – 67-jährig – im 16. Jahrhundert, würde doch so gut auch in die heutige Zeit passen: als Tüftler im Bereich erneuerbare Energien.

Die anderen Biografien:

1. Ein Violinist, der Schülern Harmonie lehrte
2. Ein Mann, der immer den richtigen Ton traf
3. Ein Maler, der der Natur den Rücken kehrte
4. Ein Mann, der einer Stadt das Gesicht gab
5. Eine sagenhaft schöne Frau und Freundin
6. Eine Frau, die sich zuwendete
8. Ein Mann, der mit Ideen spielte wie mit Bällen
9. Eine Frau, die sich ein Leben lang sehnte
10. Die Liebhaberin der Frauen


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