Biografisches Weihnachtsrätsel 2008 : 9. Eine Frau, die sich ein Leben lang sehnte

Ihre ständige Suche nach Glück und Harmonie fand letztlich keine Erfüllung. Am Ende ihres turbulenten Lebens schaute sie zwar zurück auf eine tolle Karriere, aber auch auf gescheiterte Ehen, auf den tragischen Tod geliebter Menschen, die ihr sehr nahe standen oder einmal nahe gestanden hatten. Dabei hat bei ihr alles wie im Traum begonnen. In der Nachkriegszeit, in der die Menschen nach Harmonie hungerten, wurde sie zur Kulturfigur, zum Mythos. Für ihre Arbeit wurde die schöne Frau, die bei ihrer Großmutter aufwuchs, im In- und Ausland sehr geliebt. Ein bekannter deutscher Journalist und Filmproduzent soll eine Affäre mit ihr gehabt haben. In den frühen siebziger Jahren gab sie sich als Gegnerin des Paragrafen 218 zu erkennen. Später dann galt sie, die ehemals Strahlende, Leidenschaftliche als rätselhafte Frau des Leidens – ein gebrochener Charakter, doch immer noch voller Emotion. Unentschieden wirkte sie nie, sie hasste Klischees und Konventionen. Das Wort Angst kannte sie nicht. Fragt man ihre Kollegen, was sie ausmachte, hört man Worte wie „intensiv“, „wahrhaftig“, aber auch „haltlos“. Im September wäre sie 70 Jahre alt geworden. Ihr Grab liegt fern ihrer Heimat.

Die anderen Biografien:

1. Ein Violinist, der Schülern Harmonie lehrte
2. Ein Mann, der immer den richtigen Ton traf
3. Ein Maler, der der Natur den Rücken kehrte
4. Ein Mann, der einer Stadt das Gesicht gab
5. Eine sagenhaft schöne Frau und Freundin
6. Eine Frau, die sich zuwendete
7. Ein Mann, der kein Ende finden konnte
8. Ein Mann, der mit Ideen spielte wie mit Bällen
10. Die Liebhaberin der Frauen


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