BTU Cottbus-Senftenberg : Neuer Präsident will Professuren streichen

Bei seiner Amtseinführung hat der neue Präsident der BTU Cottbus-Senftenberg auch Unpopuläres verkündet: Die Zahl der Professuren sollen von 230 auf 170 gekürzt werden.

Studierende in Cottbus bei einem Demonstrationszug.
Angst vor Einsparungen. Im vergangenen Jahr gingen Studierende der BTU Cottbus gegen die Fusion mit der FH Lausitz auf die Straße.Foto: dapd

Die BTU Cottbus-Senftenberg soll nach dem Willen ihres neuen Präsidenten Jörg Steinbach Professuren streichen und gleichzeitig die Zahl der Studierenden steigern und mehr Forschungsmittel einwerben. Steinbach sagte jetzt bei seiner Amtseinführung, eine Konzentration auf etwa 170 Lehrstühle sei ein „schmerzhafter Schritt“. Das sei aber „zwingend notwendig“, unter anderem um den Mittelbau zu stärken. Bisher gibt es an der aus der Fusion von „alter“ BTU und FH Lausitz entstandenden Uni rund 230 Professuren.

Die Zahl der Studierenden soll um 2000 steigen

Steinbach war im Juni zum Gründungspräsidenten der fusionierten BTU gewählt worden. Steinbach sagte, er sehe große Chancen für die Uni. Er glaube, dass die BTU in zehn Jahren neben der TU Berlin und der TU Dresden als „mehr oder weniger einzige weitere Technische Universität in den neuen Bundesländern die Verdichtungen in der deutschen Hochschullandschaft überlebt“ haben werde. Bei den Drittmitteln halte er es für „machbar“, 60 Millionen Euro jährlich einzuwerben (aktuell seien es 40 Millionen). Steinbach peilt eine Studierendenzahl von 12 000 an, derzeit sind gut 10 000 eingeschrieben. In der Lehre solle die BTU eine „richtungsweisende Reformuniversität“ werden. Steinbach schweben Studiengänge vor, bei denen die Studierenden erst während des Studiums die Art des Abschlusses wählen: einen „wissenschaftsorientierten“ oder einen praxisnahen „alter FH-Prägung“.

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