Wissen : BTU-Profs kämpfen gegen Unifusion

„Wir lieben unsere BTU“. Proteste von Studenten und Forschern in Cottbus. Foto: dapd
„Wir lieben unsere BTU“. Proteste von Studenten und Forschern in Cottbus. Foto: dapdFoto: dapd

Brandenburg will bei den Fusionsplänen für die beiden Lausitzer Hochschulen nur Geld kürzen: Das werfen Professoren der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Wissenschaftsministerin Sabine Kunst vor. In einer von neun BTU-Professoren unterzeichneten Mitteilung heißt es, die Ministerin habe bisher kein Konzept vorgelegt, wie sie sich die Zusammenlegung der BTU mit der Fachhochschule Lausitz vorstelle. Das lasse „nur den Schluss zu, dass – wie bei jeder Fusion – Mitteleinsparungen in Millionenhöhe das einzige Ziel“ der Regierung seien. Bisher sei vom Land „nicht ansatzweise“ beantwortet, wie der Mehraufwand für eine fusionierte Uni bezahlt werden solle. „Die Summe der bisherigen Etats von BTU und von der Hochschule Lausitz reicht hierfür jedenfalls nicht aus.“ Schon jetzt gebe Brandenburg am wenigsten Geld pro Studienplatz aus.

Die Professoren wehren sich auch gegen den Vorwurf, die BTU sei reformunwillig. Tatsächlich habe die BTU in den vergangenen Jahren neue Studiengänge „mit vorderen Ranking-Platzierungen“ und neue Forschungsschwerpunkte „mit erheblichem Drittmittelaufkommen“ eingeführt. Eine „eigenständige reformierte BTU“ sei daher die „einzig sinnvolle Alternative“ zu den Plänen der Ministerin. tiw

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