BUCHTIPP : BUCHTIPP

Was ist was? Wie die Hochschule funktioniert

Wer als Greenhorn an die Uni kommt, fühlt sich schnell wie auf einem fremden Planeten. Warum hat der Asta Angst vor dem Kanzler? Warum gucken C-4-Professoren zufriedener als W-1-Professoren? Je schneller man weiß, wo man sich befindet, desto mehr Sinn und Spaß macht das Studium.

Ein Wörterbuch für Studienanfänger, aber auch für fortgeschrittene Semester, hat der frühere Berliner Wissenschaftssenator, der Tagesspiegel-Kolumnist George Turner (parteilos) geschrieben, gemeinsam mit Joachim D. Weber und Brigitte Göbbels-Dreyling von der Hochschulrektorenkonferenz. „Hochschule von A – Z“ ist in erster Linie ein Lexikon, das die Begriffe und ihre Geschichte in aller Kürze erläutert. Natürlich könnten Anfänger ihre Fragen auch bei Google klären. Aber dann könnte der Bachelor schon vorbei sein, bis man eines Tages am Nachbartisch in der Mensa das Wort „Repetitor“ aufschnappt und nachgoogelt. Das Buch dagegen lässt sich als Fundgrube verwenden. Beim Schmökern gibt es Begriffe frei, an die man bislang noch nicht gedacht hatte, die aber erst die mündige Studentin, den mündigen Studenten machen: „Drittmittel“ oder „KapVO“.

Dem Lexikon vorangestellt ist ein kurzer Abriss zur Geschichte der Hochschule nach 1945 bis zur Gegenwart. Hier erklärt Turner auch, wie die Exzellenzinitiative zur Dampfwalze für kleine Fächer wurde. Ein guter Einstieg für die Arbeit im Stupa – wenn man denn weiß, was das ist. Tsp

„Hochschule von A – Z. Orientierungen, Geschichte, Begriffe.“ Von George Turner, Joachim D. Weber und Brigitte Göbbels-Dreyling. 2. überarbeitete Auflage, Berliner Wissenschafts-Verlag, 2011. 14,80 Euro.

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