Wissen : Bundesgeld für ausländische Studierende SPD-Vorstand für neue Uni-Finanzierung

Die SPD will, dass künftig der Bund die Kosten für ausländische Studierende in Deutschland übernimmt. Dies sieht ein neues SPD-Wissenschaftskonzept vor, das der Parteivorstand am Montag beschloss. Im vergangenem Wintersemester hatten 53 400 der insgesamt 445 300 Studienanfänger ihr Abitur nicht in Deutschland erworben. Dies entspricht einer Ausländerquote unter den Anfängern von fast 12 Prozent.

Die Hochschulfinanzierung soll nach den Vorstellungen der SPD zwischen den Bundesländern grundsätzlich neu geregelt werden. Nach dem Motto „Geld folgt Studierenden“ soll immer das Bundesland für die Kosten aufkommen, in dem der junge Mensch aufgewachsen ist und die Hochschulreife erworben hat. Ein ähnliches Modell gibt es in der Schweiz. Der SPD-Wissenschaftsexperte Jürgen Zöllner hat jahrelang vergeblich für dieses Modell geworben – allerdings ist es im Hochschulpakt, mit dem Bund und Länder Studienplätze aufbauen, erkennbar.

Der Zugang zu einem Master-Studiengang soll für alle Studenten frei sein, die ihr Bachelor-Studium erfolgreich abgeschlossen haben. Besondere Zulassungshürden lehnt die SPD damit ab. Erneut spricht sich die SPD gegen Studiengebühren aus. Bei den Landtagswahlen in Niedersachsen und Bayern hätten die Bürger die Chance, auch in diesen beiden letzten Ländern die Gebühren wieder abzuschaffen. dpa/Tsp

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