Wissen : Bundesweit Rekorde bei Erstsemestern

Rund 30 300 neue Studierende werden in Berlin zum Wintersemester ihr Studium aufnehmen – so viele Erstsemester gab es in der Hauptstadt noch nie. Außerdem sei es gelungen, den Anteil der „Landeskinder“ auf 66 Prozent zu erhöhen, teilt die Senatsverwaltung für Wissenschaft mit. Im Jahr 2010 gab es noch 28 850 Studienanfänger. Damit habe sich der Anstieg der vergangenen Jahre fortgesetzt, noch 2005 hätten nur rund 20 000 Plätze an den über 30 Berliner Hochschulen zur Verfügung gestanden.

Auch die TU Berlin meldet Rekordzahlen. Rund 5500 hätten sich zum Herbst eingeschrieben, teilte die Universität mit. Beworben hätten sich mehr als dreimal so viele Abiturienten.

Das größte deutsche Land Nordrhein-Westfalen meldete ebenfalls eine neue Höchstmarke. 100 000 neue Studierende starten zum Wintersemester an 69 Hochschulen, hieß es aus dem Wissenschaftsministerium. Bereits im Sommersemester hätten 15 000 ein Studium aufgenommen. Die Gesamtzahl der Studierenden in Nordrhein-Westfalen hat sich demnach auf 570 000 erhöht, das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr.

Ostdeutsche Hochschulen verzeichneten zum Herbstsemester eine wachsende Beliebtheit bei Schulabgängern aus dem Westen. Der Anteil westdeutscher Studienanfänger in den meisten ostdeutschen Bundesländern habe sich gegenüber den vergangenen Jahren verdoppelt oder sogar verdreifacht, berichtet die „Faz“. Besonders hoch liegt demnach die Quote an den staatlichen Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern. Dort hätten 42,2 Prozent der Studienanfänger in diesem Wintersemester ihren Schulabschluss im Westen gemacht. Thüringen kommt demnach derzeit auf einen Anteil von 38,3, Sachsen-Anhalt auf 37,6 und Sachsen auf 29 Prozent. Eine Ausnahme bildet Brandenburg, wo die Quote annähernd unverändert blieb. Allerdings lag der Anteil schon im Wintersemester 2008/2009 bei 41,9 Prozent. nia

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