Chemie : Von wegen "Lemmium" - neue Elemente erhalten andere Namen

Anfang des Jahres wurden vier neue Elemente anerkannt. Nun gibt es Namensvorschläge. Regt sich bis November kein Widerspruch, werden sie offiziell.

Entdecker. Kosuke Morita, Leiter des Riken-Teams, zeigt ein Periodensystem mit dem von ihm und seinen Mitstreitern entdeckten Element 113.
Entdecker. Kosuke Morita, Leiter des Riken-Teams, zeigt ein Periodensystem mit dem von ihm und seinen Mitstreitern entdeckten...Foto: AFP

Gleich vier superschwere Elemente wurden Anfang des Jahres von der International Union of Pure and Applied Chemistry (Iupac) anerkannt. Nun haben sie vorläufige Namen und Abkürzungen erhalten. "Lemmium" ist nicht dabei. Diesen Vorschlag hatten Fans der britischen Rockband Motörhead gemacht - als Andenken an den damals verstorbenen Frontmann Lemmy Kilmister.

Wie die Iupac am Donnerstag mitteilt, werden drei der Neuzugänge im Periodensystem nach ihrem Entdeckungsort benannt: Nihonium (Nh) für Japan (japanisch: Nihon), Moscovium (Mc) für Moskau und Tennessine (Ts) für den US-Bundesstaat Tennessee. Mit dem Elementnamen Oganesson (Og) wird der russische Kernforscher Yuri Oganessian geehrt.

Namen auf Probe

Die Namensvorschläge müssen allerdings noch eine fünfmonatige Probezeit bestehen. Bis zum 8. November 2016 können mögliche Einwände vorgebracht werden. Gibt es keinen Widerspruch, bekommen die Namen ihre offizielle Gültigkeit.
Die Iupac hatte die vier superschweren Elemente mit den Nummern 113, 115, 117 und 118 Anfang dieses Jahres anerkannt. Seither vervollständigen die Neuzugänge die siebte Reihe des Periodensystems, in der auch Radium und das nach Darmstadt benannte Darmstadtium stehen. Das Iupac-Sektretariat liegt im Research Triangle Park bei Durham in den USA. (dpa/nes)

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