Computerspiele : Tetris lässt die grauen Zellen sprießen

Das Spiel verhalf Testpersonen zu besserer Hirnleistung.

Hartmut Wewetzer

Der Videospiel-Klassiker „Tetris“, bei dem es auf Kombinationsgabe und schnelle Reaktion ankommt, lässt offenbar die Nervenzellen der Hirnrinde wachsen und steigert die Effizienz des Gehirns. Das ergab eine Studie am Mind Research Network in Albuquerque, veröffentlicht im Online-Fachblatt „BMC Research Notes“. Die Forscher hatten 26 junge Frauen über drei Monate jeden Tag 30 Minuten Tetris spielen lassen. Davor und danach wurde das Gehirn mit Kernspinaufnahmen untersucht, außerdem gab es Vergleiche mit einer Kontrollgruppe, die nicht Tetris spielte.

Wie sich herausstellte, hatten die Spielerinnen im Bereich des rechten Stirnlappens und des linken Schläfenlappens eine etwas dickere Hirnrinde. Diese Hirnareale sind mit komplexen koordinierten Bewegungen und dem Zusammenfügen verschiedener Informationen (Sehen, Tasten, Hören) befasst. Zudem wurde anhand der Hirndurchblutung die Effizienz gemessen. Sie war im rechten Stirn- und Seitenlappen verbessert. Diese Gebiete werden mit kritischem Denken, Sprache und Informationsverarbeitung verknüpft.

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