DAAD-Studie : Berliner Unis sind international attraktiv

Die Berliner Hochschulen sind die internationalsten in Deutschland, die Stadt "Erasmus-Hauptstadt". Das zeigt eine Studie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes.

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Beliebte Gastuni. Die FU liegt bei Erasmus-Studierenden vorne.
Beliebte Gastuni. Die FU liegt bei Erasmus-Studierenden vorne.Foto: Thilo Rückeis

Berlin ist der internationalste Hochschulstandort in Deutschland. Besonders viele ausländische Wissenschaftler kommen an die Unis der Hauptstadt, genauso wie die Berliner Hochschulen als Ziel von Erasmus-Studierenden sehr beliebt sind. Das ergibt eine Auswertung der aktuellen Publikation „Wissenschaft weltoffen“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

So kommen an Berliner Hochschulen fast 15 Prozent der Studierenden aus dem Ausland. Das ist bundesweit der höchste Anteil, gefolgt von Brandenburg (12,4 Prozent), das offenbar von der Nähe zu Berlin profitiert. Der Bundesschnitt liegt bei 9,1 Prozent, anteilsmäßig am wenigsten Ausländer studieren in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern (je sechs Prozent).

Mehrere Berliner Hochschulen gehören zu den wichtigsten Einrichtungen für Erasmus-Gaststudierende. Die Freie Universität nahm im Jahr 2015 mit 855 Erasmus-Studierenden die meisten auf, gefolgt von der TU München (775) und der Humboldt-Universität (679). Bei den Fachhochschulen liegt die Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) mit 269 Erasmus-Gästen vorn, es folgen die TH Köln (212) und die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW, 181). Die Universität der Künste führt bei den künstlerischen Hochschulen mit 114 Erasmus-Studierenden, vor der Kunsthochschule Weißensee (39). Berlin sei die „Erasmus-Hauptstadt“, bilanziert der DAAD.

Jeder zehnte Professor stammt aus dem Ausland

Ähnlich ist das Bild bei den Wissenschaftlern. In Berlin stammt jeder zehnte Professor aus dem Ausland, einen ähnlich hohen Wert verzeichnet sonst nur Bremen. Beim gesamten wissenschaftlichen Personal liegt die Quote in Berlin bei 13,7 Prozent, höher ist sie nur im Saarland (16,8 Prozent). Der Bundesschnitt beträgt hier 11,2 Prozent. Am wenigsten international sind erneut Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, aber auch Sachsen-Anhalt und Hamburg: Das sind die vier Bundesländern, in denen der Anteil des wissenschaftlichen Personals aus dem Ausland bei unter zehn Prozent liegt.

Und so führen die drei großen Berliner Universitäten auch das Förderranking des Deutschen Akademischen Austauschdienstes an, das ausweist, wie viel Drittmittel die Hochschulen vom DAAD einwerben. Am erfolgreichsten schnitt im Jahr 2016 die Freie Universität ab, die vom DAAD 9,5 Millionen Euro erhielt. Es folgen die Technische Universität Berlin (9,2 Millionen Euro) und die Humboldt-Universität (8,7 Millionen Euro). Dahinter sind die beiden Münchner Unis sowie Köln und Freiburg platziert. Die Universität Potsdam kommt auf Rang 35 (drei Millionen Euro), die BTU Cottbus auf Rang 46 (2,5 Millionen), die Viadrina in Frankfurt/Oder auf Rang 62 (1,5 Millionen).

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