Wissen : DAAD und Uni Breslau einigen sich über Willy-Brandt-Zentrum

Das Willy-Brandt-Zentrum in Breslau ist in letzter Minute offenbar gerettet worden. Die Uni Breslau hatte wie berichtet acht von zehn Mitarbeitern des Instituts für Deutschland- und Europastudien zum 30. September entlassen. Am 2. Oktober stimmte sie nun doch noch einer Verlängerung der Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) um fünf Jahre zu. Die Unileitung habe eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben, teilte der DAAD mit.

Seit Monaten hatte es Auseinandersetzungen um das seit 2002 gemeinsam finanzierte Zentrum gegeben. Die Uni kritisierte die wissenschaftliche Arbeit des Instituts, der DAAD dagegen bewertete die Leistungen auf der Grundlage eines Gutachtens positiv. Dass die Kündigungen für Zentrumsdirektor Krzysztof Ruchniewicz und seinen Stellvertreter wegen „inneruniversitärer Auseinandersetzungen“ nicht zurückgenommen wurden, bedauert der DAAD. Die Anstellungsverträge der übrigen Wissenschaftler am Zentrum aber seien zunächst um ein Jahr verlängert worden, um die Zeit bis zu einer Neuausschreibung zu überbrücken.

Der Nachrichtenagentur dpa sagte eine DAAD-Sprecherin allerdings, dass die neue Vereinbarung erst ab 1. Januar 2008 gelte. Nun müsse man überlegen, wie der Betrieb bis dahin geregelt werden könne. Die Hochschulleitung jedenfalls habe eine „lückenlose Fortführung des vollen Lehrbetriebs“ zugesagt. -ry

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