Wissen : DAS OWC-KRAFTWERK

Die meisten modernen Wellenkraftwerke wandeln die Energie in Strom um, die dabei entsteht, wenn Wasser in einer Säule auf- oder absteigt. Dieses Prinzip – auf Englisch „Oscillating

Water Column“
genannt – gab den OWC-Kraftwerken ihren Namen.

Eine solche Anlage ähnelt einem riesigen Kaminschacht, dessen untere Öffnung ins Meerwasser taucht, während die obere in die Luft ragt. Wenn Wellen einlaufen, steigt und fällt der Wasserspiegel in dem Schacht, wobei Luft durch die obere Öffnung hinausgedrückt beziehungsweise hineingesogen wird – das Kraftwerk „atmet“. Der pulsierende Luftstrom treibt eine Turbine an und wird so in elektrischen Strom umgewandelt. Die Turbine eines OWC-Kraftwerks muss so gebaut sein, dass sie sich

immer in die gleiche Richtung dreht – egal ob sie von vorn oder von hinten durchströmt wird. Ansonsten würde sie im Rhythmus der „Atemluft“ mal links- und mal rechtsherum rotieren, und das wäre für die Stromerzeugung schlecht. Deshalb sind OWC-Kraftwerke mit „Wells-Turbinen“ ausgerüstet, benannt nach ihrem schottischen Erfinder Alan Wells. Sie verharren immer in der gleichen Drehrichtung, auch wenn die Richtung des Luftstroms wechselt. FS

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