• DATENSICHERUNG: Neue Dateiformate und öffentliche Speicher sollen Lebenszeit verlängern

DATENSICHERUNG : Neue Dateiformate und öffentliche Speicher sollen Lebenszeit verlängern

Eine Möglichkeit, um digitale Texte und Bilder langfristig zu archivieren, ist die Verwendung darauf spezialisierter Dateiformate. Ein Beispiel ist „PDF/A“. Es basiert auf dem Dateiformat PDF, das von dem Unternehmen Adobe Systems entwickelt wurde und mittlerweile weit verbreitet ist. PDF/A-Dateien enthalten alle Informationen, die für das Anzeigen auf dem Bildschirm erforderlich sind, etwa alle verwendeten Schriften. Die Abhängigkeit von speziellen Programmversionen wird damit aufgehoben. „Das PDF/A-Format soll die Darstellung der Dokumente über zehn bis dreißig Jahre hinweg gewährleisten“, sagt Thomas Gast vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Eine Alternative zur Datenablage auf dem heimischen Rechner ist Speicherplatz bei einem öffentlichen Anbieter, der sein System immer auf dem aktuellen technischen Stand hält. Voraussetzung dafür ist, dass die Daten dort auch sicher sind. Das BSI beteiligt sich deshalb an dem Projekt „De-Mail“. Ziel ist es, den Informationsaustausch im Internet so verbindlich und sicher zu machen wie den Briefverkehr bei der Post. Dazu sollen sich die Nutzer bei staatlich geprüften E-Mail-Anbietern anmelden. Sie erhalten dann eine Mailadresse, anhand derer sie eindeutig identifizierbar sind. De-Mail soll auch einen „De-Safe“ bieten, also Speicherplatz, in dem die Nutzer ihre elektronischen Dokumente langfristig aufbewahren können. Der Safe soll die persönlichen Daten des Nutzers vor Verlust und Manipulationen schützen. „Aktuellen Plänen zufolge könnte De-Safe schon in ein bis zwei Jahren eine interessante Alternative zur Speicherung auf heimischen Datenträgern sein“, sagt Gast. FS

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