Wissen : Der Osten will mehr Forschung

Der Wissenschaftsminister von Sachsen-Anhalt, Jan-Hendrik Olbertz (parteilos), hat mehr gesamtstaatliches Engagement für strukturschwache Regionen in Deutschland gefordert. Eine Fortsetzung der Exzellenzinitiative dürfe es nur mit einem begleitenden Infrastrukturprogramm für Ostdeutschland geben, sagte Olbertz dem Fachmagazin „Zweiwochendienst“: „Wo bereits gute Netzwerke gewachsen sind, die aber die letzte Hürde zum Olymp einfach noch nicht nehmen konnten, ist zuerst Unterstützung angesagt, und dann Wettbewerb.“

So solle die Bundesregierung das geplante Demenzforschungszentrum in den neuen Ländern ansiedeln. Dort seien beträchtliche neurowissenschaftliche Forschungskapazitäten aufgebaut worden. „Wenn der Bund das geplante Zentrum über einen Wettbewerb vergeben will, können wir nur verlieren“, sagte Olbertz. Sollten nur die bereits wettbewerbsstarken Regionen gefördert werden, werde das die mit viel Geld unterstützte Wissenschaft in den neuen Ländern schwächen und die Abwanderung forcieren. Tsp

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