Wissen : Deutsche Forscher Spitze bei EU Wissenschaftler werden oft zitiert

Deutsche Wissenschaftler profitieren stark von der Europäischen Union. Fast ein Fünftel der Mittel, die im aktuellen EU-Forschungsrahmenprogramm zur Verfügung stehen, gehen laut einer Auswertung der Gemeinsamen Wissenschafskonferenz von Bund und Ländern (GWK) an deutsche Universitäten und Forschungseinrichtungen. Die ausgezahlten Mittel entsprächen damit dem deutschen Finanzierungsbeitrag, teilte die GWK jetzt mit. Die Forschung sei damit „der einzige Politikbereich“, in dem der deutsche Beitrag „wieder vollständig nach Deutschland zurückfließt“, erklärte Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Forschungsministerium. So habe Deutschland bei den hochdotierten Stipendien des Europäischen Forschungsrates seine Quote von zehn (2008) auf inzwischen 17 Prozent steigern können.

Insgesamt könne sich das deutsche Wissenschaftssystem weltweit behaupten und seine Stellung ausbauen, hieß es weiter. Die Investitionen in die großen Wissenschaftsorganisationen – von 2006 bis 2010 wurden deren Etats jährlich um drei Prozent gesteigert, ab diesem Jahr soll es ein Plus von fünf Prozent sein – zahlten sich aus. So sei Deutschland unter den zehn Prozent der weltweit am häufigsten zitierten Publikationen überdurchschnittlich vertreten und stehe hinter den USA und Großbritannien an dritter Stelle. Diesen Platz nehme Deutschland hinter den USA und Japan auch bei den Patentinhabern ein. Als eine vordringliche Aufgabe für die Zukunft nannte die GWK, mehr Frauen für die deutsche Wissenschaft zu gewinnen. tiw

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