Die Berliner Situation : Sparen und streichen

Die Berliner Universitäten gehören bundesweit zu den Ländern mit deutlichen Verlusten in den kleinen Fächern. Von 190,5 Professuren in Fachgebieten mit geringer Personalausstattung (ein bis zwei, höchstens drei Professuren, wenige Mitarbeiter) wurden seit 1997 der Potsdamer Arbeitsstelle Kleine Fächer zufolge 20 gestrichen. Mit dieser Zehn-Prozent-Quote liegt Berlin im Mittelfeld der Länder, die Professuren gestrichen haben, hinter dem Saarland (14 Prozent), Hamburg (13 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (12 Prozent). In Berlin steht das Streichkonzert im Zusammenhang mit vom Senat verordneten Sparrunden und der gleichzeitigen Abstimmung von Profilen unter den drei großen Unis. An der FU fielen unter anderem Stellen in der Anthropologie, der Geschichte der Medizin, der Skandinavistik und der Slavistik weg. Die HU strich unter anderem in der Computerlinguistik, der Iranistik, der Koreanistik und der Ur- und Frühgeschichte. (-ry)

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