Wissen : Die HU baut einen Bumerang

Zentrum für Lebenswissenschaften entsteht ab 2012

Grüner Neubau. Das Zentrum – hier der Entwurf – kostet 34 Millionen Euro.Foto: promo
Grüner Neubau. Das Zentrum – hier der Entwurf – kostet 34 Millionen Euro.Foto: promo

Grün ist die Farbe der Biologie. Grün soll auch die Farbe eines neuen Forschungszentrums für Biologen und andere Lebenswissenschaftler der Humboldt-Universität in Mitte sein. Der lange anvisierte Neubau ist ein wichtiger Bestandteil für das Elite-Konzept der HU und soll jetzt ab dem Jahr 2012 hochgezogen werden. 33,8 Millionen Euro sind für das Haus auf dem Campus Nord, am Fuße des Bettenhochhauses der Charité, eingeplant. Das Ergebnis des Architektenwettbewerbs verkündeten am Dienstagabend HU-Präsident Jan-Hendrik Olbertz und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher.

Der Siegerentwurf der Stuttgarter Architekten Hansjörg und Achim Bodamer, der nun verwirklicht werden soll, sei allerdings nicht wegen seiner Farbe gewählt worden, scherzte Lüscher. Vielmehr biete er den Nutzern größtmögliche Flexibilität beim Einrichten von Laboren und Seminarräumen. Die Jury habe auch überzeugt, wie sich das Haus in den Campus einfügt. Geformt ist es wie ein Bumerang und schmiegt sich so an die bestehenden Institute an. Gemeinsam mit einem ebenfalls geplanten Neubau für eine Zweigstelle des Max-Delbrück-Centrums entstehe ein „Super-Campus“ für die Lebenswissenschaften in Mitte, sagte HU-Präsident Olbertz.

In das neue Haus werden alle biologischen Einrichtungen der HU ziehen, die bisher über vier Standorte verteilt sind. Der Neubau wird auch Heimat des „Zentrums für Integrative Lebenswissenschaften“, in dem Wissenschaftler fachübergreifend arbeiten. Integrative Zentren – ein zweites ist in Adlershof gegründet worden – sind ein Teil des HU-Konzeptes für die Exzellenzinitiative. Bereits im Frühjahr 2007 kündigte der damalige HU-Präsident Christoph Markschies den Neubau in Mitte an. Als die HU in der damaligen Runde der Exzellenzinitiative durchfiel, fehlte aber zunächst das Geld. Die Mittel stellt jetzt das Land Berlin bereit. Wie lange die Bauarbeiten dauern werden und wann das Haus eröffnet wird, stehe noch nicht fest, hieß es aus der HU. tiw

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