Die internationale Iglu-Studie : 11 000 Viertklässler weltweit im Lese-Test

Wie gut können Viertklässler Texte lesen und verstehen - darum geht es in der Iglu-Studie.

Wie gut können Viertklässlerinnen und Viertklässler Texte lesen und verstehen? Das testet die „Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung“ (Iglu), die am heutigen Dienstag vorgestellt wird. In Deutschland nahmen dafür im vergangenen Jahr rund 4000 Schülerinnen und Schüler aus 200 Grundschulen teil. Weltweit wurden 11 000 Schüler aus 61 Ländern getestet. Die Iglu-Studie wird seit dem Jahr 2001 alle fünf Jahre erhoben.

Die Schüler mussten dabei kurze fiktionale Geschichten sowie Sachtexte wie zum Beispiel altersgerechte Lexikonartikel lesen und dazu Fragen beantworten. Teils waren die Antworten vorgegeben, teils mussten diese selbst formuliert werden.

Bei der letzten Iglu-Studie, veröffentlicht im Jahr 2012, lagen die Grundschüler in Deutschland deutlich über dem internationalen Schnitt und damit im oberen Drittel der teilnehmenden Staaten. Allerdings verbesserten sich die deutschen Schüler damals nicht weiter, ganz im Gegenteil sank ihr Mittelwert wieder auf das Niveau des Jahres 2001. Andere Staaten wie zum Beispiel die USA hatten dagegen zugelegt und Deutschland damit überholt. Auffällig war, dass Deutschland vergleichsweise wenige Schüler in die Leistungsspitze führt (nur 9,5 Prozent). 15,4 Prozent gehörten 2012 in Deutschland zu den Leistungsschwachen.

Ein Fingerzeig für die Iglu-Studie könnte der IQB-Bundesländervergleich für die Grundschulen sein, der im Oktober dieses Jahres erschien und ebenfalls die Leistungen von Viertklässlern untersuchte. Im Lesen – also dem Iglu-Testbereich – blieben die Leistungen im Vergleich zu 2012 demnach zwar stabil. In allen anderen damals überprüften Bereichen wie Zuhören, Rechnen und Rechtschreibung fielen die Schülerinnen und Schüler aber zurück, was insgesamt als alarmierendes Zeichen für die deutsche Grundschule gewertet wurde.

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