Die Mars-Pläne der Nasa : „Curiosity“ bekommt einen Bruder

Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa will 2020 einen weiteren Forschungsroboter zum Roten Planeten schicken.

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Großer Bruder. Der Marsrover "Curiosity", hier eine Computeranimation, ist seit August auf dem Roten Planeten. Der neue Roboter soll auf der Technik von Curiosity aufbauen.
Großer Bruder. Der Marsrover "Curiosity", hier eine Computeranimation, ist seit August auf dem Roten Planeten. Der neue Roboter...Foto: Nasa

Das teilte Nasa-Chef Charles Bolden am Dienstag (Ortszeit) mit, als er ein neues Mars-Erkundungsprogramm bekannt gab. „So stellen wir sicher, dass Amerika die führende Nation in der Erforschung des Roten Planeten bleibt.“ Zugleich sei das ein wichtiger Schritt, um in den 2030er Jahren Menschen dorthin zu bringen.

Die Nasa begründet die Ankündigung mit dem großen Erfolg des Rovers „Curiosity“ (Neugier), der seit August auf dem Mars ist. Bahnbrechende Entdeckungen hat der rund 900 Kilogramm schwere Roboter bisher noch nicht gemacht. Auch der einen Tag zuvor verkündete Fund organischer Moleküle ist bei Weitem kein Beweis für Leben auf dem Planeten. Allerdings befindet sich der Rover noch in der „Eingewöhnungsphase“, in der vor allem die Funktion der Instrumente überprüft wird. Das Design des neuen Roboters soll sich an Curiosity orientieren, um Entwicklungskosten zu reduzieren. Die Mission soll rund 1,5 Milliarden Dollar kosten. Das wäre eine Milliarde weniger als für die derzeit laufende. Welche Geräte auf Curiositys Bruder montiert werden, ist unklar. Ein Wettbewerb für interessierte Forscherteams soll demnächst starten.

Laut Nasa ist die Missionsvorbereitung durch den Finanzplan der nächsten fünf Jahre gedeckt. In ihrem Mars-Programm nennt sie jetzt sogar eine Beteiligung an den zwei Flügen der europäischen Mission „Exo-Mars“, die 2016 und 2018 starten sollen. Erst im Februar hatte die Nasa die Kooperation wegen Geldmangels gekündigt.

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