Wissen : Die Schöpfungsgeschichte im Zeitraffer

Der Teilchenbeschleuniger „Fair“ soll Aufschluss über die Erdentstehung geben

Das größte Forschungsprojekt der kommenden Jahre in Deutschland ist am Mittwoch auf den Weg gebracht worden. Vertreter von 15 Staaten gaben den Startschuss für eine weltweit einmalige Anlage zur Erforschung von Materie und Urknall: den Teilchenbeschleuniger „Fair“ (Facility for Antiproton and Ion Research).

Die 1,2 Milliarden Euro teure Anlage wird auf dem Gelände der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt entstehen. Sie soll 3000 Wissenschaftlern aus 44 Ländern neue Einblicke in den inneren Aufbau der Materie ermöglichen. Die Kernphysiker erhoffen sich von den Experimenten an der Beschleunigeranlage, in der Teilchen bis zu 99 Prozent der Lichtgeschwindigkeit erreichen sollen, neue Erkenntnisse über die Entstehung des Weltalls. „Mit Fair holen wir die Physik des Universums ins Labor“, erklärte GSI-Geschäftsführer Horst Stöcker. Untersucht werden soll unter anderem, wie Sterne explodieren und welche Prozesse dabei ablaufen. Der Baubeginn ist für den Winter 2008/2009 geplant – bis spätestens 2016 soll Fair fertiggestellt sein. Für die Finanzierung der Startphase wollen die Projektpartner 940 Millionen Euro bereitstellen. Davon trägt der Bund 65 Prozent, das Land Hessen zehn Prozent und die internationalen Partner zusammen 25 Prozent. dpa/AFP

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